Sonnenschirm
Jeden Abend wartete der schwarze Hund an derselben Stelle. Neben dem brachliegenden Grundstück hinter dem Supermarkt, dort, wo die Straßenlaterne flackerte und der Asphalt in einen schmalen Trampelpfad
— Jonas, es ist ein Mädchen! Drei Kilo vierhundert! — sagte Lena am Telefon, und ihre Stimme klang erschöpft, glücklich und brüchig zugleich. Ich stand vor der Geburtsklinik
Vor zehn Jahren begann und endete mein Leben am selben Tag. Meine Frau Anna kam an einem kalten Morgen in München in den Kreißsaal. Wir erwarteten Drillinge. Drei
— Für Jonas nehmen wir dieses ferngesteuerte Auto, das mit dem kleinen Motor. Er ist genau im richtigen Alter dafür, ein kluger Junge. Und für das Mädchen… na
Im Flur roch es nach geröstetem Knoblauch, Rosmarin und teurer Butter. Auf der Fußmatte lagen zwei Paar schmutzige Jungenstiefel. Am Haken hing der schwere Mantel ihrer Schwiegermutter schief.
— Wir müssen ernsthaft über deine Wohnung sprechen — begann Jonas beim Frühstück und rührte so heftig Zucker in seinen Kaffee, als wolle er Strom daraus gewinnen. Miriam
Der Schlüssel drehte sich mit einem trockenen Knacken im Schloss, als würde jemand einen alten Ast brechen. Sabine stand im Flur und zog gerade ihre Jacke aus.
— Ich habe lange dafür gearbeitet — sagte Laura ruhig. — Keine freien Wochenenden, zusätzliche Projekte, Fortbildungen, jede Prämie gespart. Aber ich habe es geschafft. Diese Wohnung ist
Tisch 27 stand so nah an der Marmorsäule, dass ich die Bühne nur in Bruchstücken sah. Ein Stück Rednerpult. Das Glas in der Hand meines Vaters. Das Lächeln
Ich arbeite als Controllerin in einem großen Maschinenbauunternehmen in Stuttgart. Zahlen sind mein Beruf, aber auch mein Schutz. Sie zeigen, was real ist, was geplant wurde, was fehlt
