Piep, piep und ein bisschen Menschlichkeit
Meine Schwiegermutter konnte aus einem Berufstitel ein Urteil machen. — Verkäuferin an der Kasse — sagte Renate, als müsste sie danach das Fenster öffnen. — Jana, du bist
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Die Frau an der Kasse hatte das letzte Wort
In der Wohnung meiner Schwiegermutter roch es nach Lorbeer, Möbelpolitur und einer Überzeugung, die nie Zweifel kannte. Hildegard hatte dreißig Jahre als leitende Krankenschwester in Bremen gearbeitet. Ihr
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Der Brunch, den Sabine nicht rettete
Zehn Tage vor dem achtzigsten Geburtstag seiner Mutter verkündete Holger, dass siebenunddreißig Personen zum Sonntagsbrunch kommen würden. Sabine stellte ihre Kaffeetasse ab. — In unsere Wohnung? — In
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Oma ist kein Notdienst
Die Klingel läutete um sechs Uhr zweiundfünfzig. Helga war in ihrer Wohnung in Dortmund schon wach. Seit ihrer Rente hatte sie sich ruhige Morgen gewünscht: Kaffee, Zeitung, ein
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Vierzehn Monate am Gleis
Der Mann saß seit drei Stunden auf dem Bahnsteig, und niemand sprach ihn an. Neben seinem Stiefel lag eine Hündin. Rotbraun, abgemagert, das Fell in stumpfen Büscheln, die
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Der letzte Bus
— Entschuldigen Sie, ist der Bus nach Hohenfeld schon weg? Ingrid Schuster sah von der Bank auf. Vor ihr stand ein Mann Mitte fünfzig, außer Atem, Arbeitsjacke, Jogginghose,
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Der Kater, der den ganzen Wagen prüfte
Der Zug nach Hamburg war müde, noch bevor er richtig dunkel wurde. Menschen lagen auf ihren Plätzen, schoben Taschen unter Sitze, öffneten Thermoskannen. Ich saß am Fenster und
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Das kleine Wunder im Nachtzug
— Tee? — fragte die Zugbegleiterin und stellte den Becher auf den Klapptisch. Der Nachtzug von Berlin nach München war schon halb eingeschlafen. Draußen glitten Bahnhöfe vorbei, drinnen
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Das Geschenk mit Zähnen
Martin stand mitten in seiner neuen Einzimmerwohnung in Berlin-Lichtenberg und sah zu, wie ein riesiger weißer Hund seinen Reisepass zerkaute. Um ihn herum lagen aufgeplatztes Hundefutter, Füllmaterial, zerrissene
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Die Werkbank hinter dem Kino
Elf Tage nach der Scheidung erhielt Beate Seidel eine Rechnung über sechzig Euro. Absender war eine Garagengemeinschaft in Dresden-Pieschen. Als Verwendungszweck stand dort: „Monatsmiete Werkstatt, Platz 4“. Beate
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